Borten
Brettchenweben
Die Geschichte des Brettchenwebens
Hier wird am Webstuhl via Brettchen gewebt. Das Muster entsteht durch den Aufzug der Brettchen, die wiederum durch Drehungen das Muster bilden.
Der Ursprung des Brettchenwebens ist nicht geklärt. Es wurde ein elfenbeinernes Brettchen aus Susa (Region Piemont) aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. entdeckt. Nachweisbar ist diese Handarbeit schon in der Bronze und Eisenzeit, sowie 2 Jh. nach Christus. Wer diese Technik erfunden oder wie sie zu uns nach Europa kam, ist bis jetzt noch im Unklarem. Benützt wurden im Mittelalter hauptsächlich Brettchen aus Holz, Horn, Metall, Knochen oder auch Leder.
Die Brettchenweberei ist eine Handarbeit, die sich in den letzten Jahren wieder größerer Beliebtheit erfreut, nachdem sie beinahe 500 Jahre lang fast völlig in Vergessenheit geraten war. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form der Bandweberei, die mit Hilfe sogenannter "Brettchen" ausgeführt wird. Zum Brettchenweben benötigt man nicht unbedingt einen Webstuhl, so daß man sich auch mit sehr geringen finanziellen Mitteln und eng begrenzten Räumlichkeiten dieser schönen Handarbeit widmen kann.
Von den einfacheren Techniken wie Einzugsmustern (Schnurbindung) oder Doubleface bis hin zu weit komplizierten Webarbeiten in Köper, als Flottiermuster oder in Broschiertechnik findet jeder Weber seine Passion in all den unterschiedlichen Mustermöglichkeiten. Es ist allerdings Vorsicht geboten, denn eines sei von Anfang an gesagt: Brettchenweben macht süchtig! So manch einer wollte es nur einmal probieren und ist seither nicht wieder davon losgekommen.
Zum Weben verwendete man unter anderem, Leinen, Wolle, Seide, Gold, - oder Silberfäden. Die verschiedenen Techniken lassen den Weber die Kunst der Handarbeit ein Denkmal setzen, so entstehen Borten, Gürtel, Taschen und viele andere Accessoires.
Erika und Renate haben sich diese Kunst der Handarbeit angeeignet und bieten ihre Ergebnisse nun hier feil. Auf Anfragen werden natürlich Borten oder Gürtel in gewünschter Größe oder Farbe gefertigt.
Quelle: Flinkhand

